Saudi-Arabien - Erlebnisreise ins unbekannte Königreich
Saudi-Arabien ist ein muslimisches Land und mit den religiösen Zentren Medina und Mekka befinden sich gleich zwei der wichtigsten Orte des Islam im Königreich. Religion spielt eine große Rolle, aber auch Tradition und Sitte. Dazu kommt eine faszinierende Landschaft mit bizarren Felsformationen, zwischen denen sich Relikte uralter Kulturen verbergen. Und Menschen, die respektvoll uns Reisenden begegnen.
Die unten genannte Reise führt Sie zu den Highlights des arabischen Königreichs und ohne Inlandflüge erleben Sie die grandiosen Großstädte Riad und Jeddah, die archäologischen Spuren vergangener Kulturen u.a. in Jubbah, Rajajil, al-‘Ula – ein unvergessliches Erlebnis in einer völlig fremdartigen und doch gastfreundlichen Welt.
Die unten genannte Reise führt Sie zusätzlich zu unserem 8-Tage-Programm auch in die nördliche Region nach Tabuk und Sakaka.
Entdecken Sie mit VisaTour die für Sie zusammengestellte Reise:
14 Tage / 13 Übernachtungen
Riad Stadtbesichtigung * Buraidah (Ushaiqir, Al Qassim Camel Market)
* Ha’il * Jubbah * Sakaka (Rajajil, Dumah al-Jandal)
* Tabuk (Jabal Lawz + Jabal Hisma, Wadi Disah)
* al-‘Ulā (Altstadt, Mada’in Saleh, Dadan, Elefantenfelsen, Maraya Konzert Halle)
* Khaibar * Medina * Jeddah
So. Tag 1: Ankunft in Riad
Ankunft am Flughafen in Riad. Erledigung der Einreiseformalitäten. Mit dem örtlichen Reisebus und Ihrem Reiseleiter Fahrt in die Stadt. Check-in im gebuchten Hotel für zwei Übernachtungen.
Mo. Tag 2: Riad – Millionenstadt im Wandel
Riad ist die Hauptstadt des Königreichs mit heute über 6,5 Mio. Einwohnern. Tradition wird hier groß geschrieben, Männer im weißen Kaftan, der hier Thobe heißt, mit traditioneller Kopfbedeckung, der Kufia, und Frauen in schwarzer Abaja, meist mit Kopftuch (Hijab) oder gar, die Augen verdeckend, mit Niqab, bestimmen das Stadtbild. Doch es geht sichtbar auch um dicke SUVs, glitzerne Megamalls, Big Business, immer mehr Wolkenkratzer entstehen. Ein Spagat zwischen Tradition und Moderne? Erfindet sich Saudi-Arabien gerade neu?
Riad, 1735 als ummauerter Garten der Familie al-Saud entstanden, wurde 1824 zum Herrschersitz des zweiten saudischen Staates, der wenige Jahrzehnte später zerfiel. 1902 vom Clan der Saudis zurückerobert, die von hier aus mit Bündnissen und Militär das heutige Saudi-Arabien zusammenfügten, wurde Riad ab Mitte des vorigen Jahrhunderts planmäßig als schachbrettartige Metropole geplant und gebaut. Lebten hier 1862 ganze 7500 Einwohner, waren es um 1910 ca. 28.000, 1960 150.000 und 1980 schon über 1,2 Millionen Bewohner. Doch das alte Riad mit kleinen Häusern und engen Straßen ist noch zu finden.
Nach dem Frühstück fahren Sie in den nordwestlichen Vorort ad-Dir’aiya, 1446 gegründet, „Keimzelle“ des Wahhabismus und Heimat der Familie Al Saud. Die alte, von den Osmanen unter Ibrahim Pascha zerstörte und jetzt unbewohnte Siedlung aus niedrigen Lehmgebäuden liegt direkt am Wadi Hanifa; at-Turaif ist seit 2010 UNESCO-Weltkulturerbe, der einstige Palast von Sa’ud und der Qasr Nasr wurden restauriert, der alte Darisha-Turm ist noch mit am besten erhalten. Auf der Fahrt sehen Sie den neuen King Abdullah Finance District, eines der größten und bedeutendsten Projekte in Saudi-Arabien. Auf einer Fläche von 1,6 Mio. qm (160 ha) wurden 59 Wohn-, Finanz- und Handelstürme errichtet, einschließlich Wohn- und Lebensstrukturen wie Schulen, Erholungsbereiche und Krankenhäuser für 12.000 Menschen. Ziel ist, ar-Riyadh als zentrale Finanzmetropole des Nahen Ostens zu etablieren.
Riad verfügt über eine Vielzahl sehenswerter moderner Gebäude, so bspw. das Kingdom Center. Der erste Wolkenkratzer Saudi-Arabiens, der im Jahr 2002 fertig gestellt wurde, beherbergt mit seinen 99 Stockwerken in seinem 302 m hohen Turm zahlreiche Kaufhäuser, Büros und ein 5-Sterne-Hotel. Von der Skybridge aus kann man einen grandiosen Eindruck über die ganze Stadt bekommt. Weitere drei Hochhäuser, PIF Tower, Burj Rafal und KAFD World Trade Center, sind mit über 300 m mittlerweile höher als der Kingdom Tower. Nachmittags besuchen Sie das moderne Nationalmuseum, das in Farbe und Form an die Wüstenlandschaft um Riad erinnert und 1999 eröffnet wurde. Es zeigt die Geschichte Arabiens von den Anfängen bis heute. Auch der Murraba Palast, der nach der hiesigen lokalen Tradition in den 1930er Jahren errichtet wurde und Wohnsitz von König Abdulaziz war, ist eine Besichtigung wert. Anschließend erkunden Sie in der Altstadt ad-Dira das neben dem alten Zar Suq gelegene Masmak Fort, das einst Bestandteil der Stadtbefestigung war und heute ein Museum für Stadtgeschichte ist. Abends lohnt sich ein ausgiebiger Spaziergang in der Boulevard Riyadh City, einer der größten Erlebniszonen in der Hauptstadt mit eigenen Aktivitäten, Restaurants, Shops, Veranstaltungen – NY-City in Saudi-Arabien.
Di. Tag 3: Riad - Uschaiqir – Buraidah
Sie verlassen Riad in Richtung Buraidah, unterwegs mit Halt in Uschaiqir. Die ersten Beduinen ließen sich hier vor 1.500 Jahren nieder, wonach Uschaiqir ein Jahrtausend später schnell zu einem beliebten Ort für Pilger auf ihrem Weg nach Mekka wurde. Die Quellen und niedrigen Oliven- und Palmenhaine boten eine willkommene Möglichkeit sich auszuruhen. Uschaiqir bedeutet auf arabisch „kleine Blondine“ und erhielt seinen Namen auf Grund der rötlichen Berglandschaft und gelber Häuser. Heute lebt in dem Dorf eine kleine Gemeinde, die die Schulen, Läden und Moscheen der vergangenen Zeiten noch immer nutzt. Ein Spaziergang durch das Dorf gleicht dem Besuch eines Freiluftmuseums, denn der Alltag hat sich hier in vergangenen Jahrhunderten kaum geändert. Die dicken Mauern kreieren eine Art Labyrinth aus gewundenen Gassen, schattigen Pfaden und Fachwerkstraßen, die Hunderte von Lehmhäusern miteinander verbinden. Das Dorf ist in verschiedene Bezirke unterteilt und durch die Mitte verläuft ein Palmenhain. Einige der Häuser wurden restauriert und sind ein umwerfendes Beispiel der Architektur von Najd, mit dreieckigen Fenstern und Dächern und verzierten Holztüren. Einige tragen den Namen der Familien, die darin gelebt haben. Besuchen Sie (optional, wenn geöffnet) das al-Salem Museum, das von den Dorfeinwohnern selbst gegründet wurde, und Sie werden eine umfangreiche Ausstellung an Artefakten, darunter auch aufwendig verzierte Kleidungsstücke, Schmuck und Keramik sowie Waffen und Kochutensilien finden. Dann spazieren Sie durch die Straßen und können die handwerklichen Techniken bewundern, die sich seid Hunderten von Jahren nicht verändert haben. Gehen Sie in eines der Häuser und steigen Sie die Treppen hinauf, um einen Blick auf die umliegende Oase und das Ackerland zu werfen. Weiterfahrt nach Buraida, inmitten der Wüste gelegen, einstmals Hauptstadt des Königreichs von Najd und seit jeher mit seiner umgebenden Region ein Zentrum der Landwirtschaft und des Handels. Die Oase liegt im größten, heute trockenen Tal Saudi-Arabiens im 600 km langen Wadi al-Rummah und verfügt über ausreichend Grundwasser, das sie günstig für den Anbau von Datteln, Zitronen, Orangen, Weintrauben, Granatäpfeln und einer Reihe verschiedener Gemüsesorten werden ließ und ist der größte Weizenproduzent des Landes.
Mi. Tag 4: Buraidah – Fayd - Ha’il
Ihre heutigen Besichtigungen beginnen bereits gegen 7 Uhr früh, denn etwas außerhalb der Stadt befindet sich der Al Qassim Camel Market, angeblich der größte Kamelmarkt der Welt. Tausende von Kamelen, Schafen und Ziegen werden hier zusammen mit Sätteln und anderem Zubehör verkauft. Weithin sichtbar ist der kugelförmige Wasserturm, Wahrzeichen der Stadt mit einem Aussichtspunkt in der obersten Etage. Das Buraida-Museum zeigt die Stadt-Geschichte und eine Reihe gut erhaltener Artefakte und Kunstwerke, darunter einen Pavillon mit Sammlungen, die einst König Abdul-Aziz selbst gehörten. Autoliebhaber werden insbesondere den weißen Cadillac von König Abdul-Aziz lieben. Hier in Buraidah gibt es die besten Datteln und nach der Ernte ab August bis Oktober ist der Dattelmarkt ein Highlight.
Anschließend geht es weiter nach Ha’il, unterwegs halten Sie in Fayd. Al-Jazairi, der 1572 n.u.Z.. (980 AH) starb, beschrieb Fayd mit diesen Worten: „Es ist eine große Festung im Turm von Musharraf, die sich in einem einfachen Landstrich befindet, umgeben von einer Mauer alter Architektur, und bewohnt von Arabern, die dank des Handels mit dem Pilger leben. Das Wasser an diesem Ort ist reichlich in Brunnen vorhanden und der Pilger findet eine Zisterne, in der das Wasser aus dem Regen gesammelt wurde. In Fayd kann der Pilger von den Schafen, dem Fleisch und der Milch wählen und von den Kamelen kaufen, was er braucht“. Bevor man die archäologische Stätte betritt, lohnt ein kleiner Besuch des Museums, um Artefakte aus der alten Festung und ihrer Umgebung zu sehen, wie z. B. Mühlsteine, Juwelen, Tongefäße, Töpferwaren, Räuchergefäße, Münzen, usw.. Einigen Schätzungen zufolge beherbergte die antike Oasenstadt Fayd zu ihrer Blütezeit mehr als 1.000 Seelen, die den Pilgern und Händlern, die zwischen Bagdad und Mekka unterwegs waren, Unterkunft und Versorgung boten. Sehen Sie die großen Zisternen, die das Wasser aus dem nahe gelegenen Harrat Umm Hurruj in Richtung Oase sammelten. Im Süden der Ausgrabungen befindet sich die alte Moschee, in der die Bevölkerung von Fayd zusammen mit Pilgern und Händlern aus dem Osten des muslimischen Reiches mindestens fünf Jahrhunderte lang beteten. Zum Schutz des Reichtums von Fayd, der den Neid der umliegenden Bevölkerung erregte, errichteten die Bewohner der Oase beeindruckende Festungsanlagen, die aus zwei konzentrischen Verbindungen aus schwarzem Basalt bestehen, der aus den nahe gelegenen Lavafeldern des Harrat Umm Al-Hurruj gewonnen wurde.
Weiterfahrt nach Ha’il. Im Stadtzentrum von Ha’il, einstmals die Hauptstadt der arabischen Wüste und auf einem Paläosee gelegen, finden Sie das Fort A’arif, den Palast Barzan (Außen-besichtigungen), den Palast Al Qishlah und die Al-Rajhi Moschee (Außenbesichtigung), alle sind einen Besuch oder Fotostopp wert. Wenn Zeit bleibt: Ebenfalls im Stadtzentrum befindet sich der Suq, auf dem Obst, Gemüse und der Lieblingssnack im Königreich, Datteln, sowie Handwerk wie Tontöpfe und Teppiche verkauft werden. Und östlich des Zentrums befindet sich zudem der Flohmarkt, einer der letzten im Königreich.
Do. Tag 5: Ha’il – Jubbah – Sakaka - Burg Za’abal
Von der auf einem Hügel gelegenen Festung A’arif, der ältesten der drei Anlagen, haben Sie eine wunderbare Aussicht auf die Stadt. Fort A’arif wird auch als Treffpunkt genutzt, um im Ramadan den Mond zu betrachten und die Iftar-Kanone zum Ende des Fastentages zu feuern. Weiter geht Ihre Fahrt nach Jubbah, inmitten der Nefud-Wüste gelegen, von großen Sandsteinfelsen umgeben, die Felsmalereien, 10.000 Jahre alte Petroglyphen und Inschriften auf den Wänden zeigen; insbesondere im Jebel Umm Sanman, der zusammen mit anderen Orten der Felskunst in der Ha’il-Region zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Einige dieser Felszeichnungen zeigen Menschen mit Kopfbedeckungen, Vögel, Affen, Gazellen und zwei Tiere, die einen Karen auf Rollen ziehen. Überall in Saudi-Arabien gibt es Ruinen von Brunnen, aber einen Brunnen, bei dem man sehen kann, wie früher Kamele Wasser schöpften, sehen Sie in Jubbah. Das sog. „Klink“-Museum, ein altes Bauernhaus, wagt einen Blick zurück zu alten Bräuchen und medizinischen Geräten.
Anschließend geht es nach Sakaka, Provinzhauptstadt der Al-Jouf Region, die reich an archäologischen Sehenswürdigkeiten ist, wie der sehenswerten historischen Festung Burg Za’abal auf einem kleinen, steilen, felsigen Berg (7.-3. Jh. v.u.Z.; Außenbesichtigung) mit Zisterne und zerfallener, angrenzender Altstadt. Check-in im Hotel in Sakaka für 1 Nacht.
Fr. Tag 6: Sakaka - Rajajil-Säulen - Dumah Al-Jandal - Tabuk
Sie unternehmen einen Ausflug zu den im nahen Vorort Qara gelegenen Rajajil-Säulen, die auf ein Alter von etwa 6000 Jahre (beginnendes Chalkolithikum / Kupfersteinzeit) geschätzt werden und älter sind als z.B. Stonehenge in England. Diese archäologische Fundstätte besteht aus einer Vielzahl von Säulen- und Steingruppen mit 2 bis 10 Steinen, einige höher als 3 m und 60 cm stark. Wissenschaftler mutmaßen, dass es sich hierbei um einen Komplex verschiedener „Tempel“ für religiöse Rituale gehandelt haben könnte.
Ihre Tagesfahrt geht nun Richtung Westen nach Tabuk. Die Ruinenstadt Dumah Al-Jandal liegt auf der Kreuzung alter Handelswege zwischen Mesopotamien, Syrien und der Arabischen Halbinsel. Ihr Name leitete sich aus Duma, dem Namen eines der 12 Söhne Ismails, und Al-Jandal, Stein, ab und wurde lange Zeit von Nabatäern und Römern beherrscht, bevor sie zu den neuen islamischen Reichen gehörte. Bekannt ist die Omar-ibn-al-Chattab-Moschee, gegründet um 640, und von den Umayyaden wiedererrichtet die Marid Burg und das Al Dar’i-Viertel.
Bei Meegowa können Sie notwendige, große landwirtschaftliche Gebiete mit auch kreisrunden Feldern sehen, deren Form durch die Art der lebenswichtigen und unverzichtbaren künstlichen Bewässerung entsteht.
Weiter geht es vorbei an Al Hawi, einer ca. 60-80 m hohen, bewachsenen Sanddüne. Ihre heutige Fahrt verläuft am Al Khanafah Wildlife Sanctuary am Rande der Nafud-Wüste, das sich über eine Fläche von 20.000 km² erstreckt und Lebensraum für eine Vielzahl von Vögeln, wie z.B. dem Spitzkopfgeier, dem Flughuhn, der Felsentaube und der Houbara-Trappe ist.
Sie fahren dann vorbei an Al Qaliba, einer Kleinstadt mit etlichen modernen, für die Bewohner hier inmitten der einsamen Wüste abwechslungsreichen, farbenfrohen Monumenten entlang der Hauptverkehrsstraße; bekannt im Königreich ist der Ort für seinen dort an der Durchgangsverbindung zu sehenden sog, „Teppichpark“.
Sie übernachten im Hotel in Tabuk für 2 Nächte.
Sa. Tag 7: Tabuk - Ausflug Jabal Lawz + Jabal Hisma
Nach dem Frühstück Fahrt ins Wadi Al Lawz, eine 30 Millionen Jahre alte geologische Verwerfung, eine bizarre und legendäre Wüstenlandschaft mit den erstaunlichsten Granit- und Sandstein-Formationen, ein UNESCO-Weltnaturerbe der Menschheit. Der Name bedeutet ‚Mandelberg‘ und in der Bibel wird das Gebiet um den Jabal al-Lawz, dem 2.580 Meter hohen Berg, als Midian bezeichnet. Im Wadi kann man wunderbar eine Rundfahrt unternehmen. Sie haben viel Zeit zur Erkundung – genießen Sie die unnachahmliche Landschaft und die in ihr wohnende Stille, unternehmen Sie immer mal wieder kleine Spaziergänge. Und wenn Sie einen schönen Platz finden, nutzen Sie die Gelegenheit für Ihr Picknick.
Jordanien ist berühmt für seine Wüste Wadi Rum, aber es ist weniger bekannt, dass sich ihre ikonischen Sandsteinformationen über die Grenze zu Saudi-Arabien bis zu 200 Kilometer nach Süden erstrecken. Der Hauptteil von Jabal Hisma befindet sich zwischen dem majestätischen Jabal Al-Lawz im Westen und der Ebene um die Stadt Tabuk im Osten. Der Name „Jabal“, der so viel wie „Ensemble von Bergen“ bedeutet, weist darauf hin, dass es sich bei Hisma nicht um einen einzigen Berg handelt, sondern um Tausende von Felsformationen, die sich über Hunderte von Kilometern erstrecken und von denen jede einzelne eine einzigartige Größe und Form aufweist. Verschiedene Arten von Sandsteinformationen haben hier tiefe Wadis und beeindruckende Felsriesen geschaffen, deren Silhouetten ein wahres Meisterwerk der Natur sind. Eine Wanderung durch das Labyrinth der Sandsteinmassive ist ein außergewöhnliches, spannendes und reizvolles Erlebnis. Jeder Ort, jede Tageszeit, jede Helligkeit bietet einen einzigartigen Blick auf dieses Wunderwerk, das dem Königreich Saudi-Arabien geschenkt wurde. Jabal Hisma beherbergt antike Felszeichnungen und Tausende von kufischen arabischen Inschriften, die auf die ersten Jahrzehnte des Islam zurückgehen, was beweist, dass die außergewöhnlichen Merkmale des Ortes die Menschen seit Jahrtausenden angezogen haben, auch als Pilgerstraße. Rückfahrt zum Hotel.
So. Tag 8: Tabuk – Wadi Disah – al-ʿUlā
Tabuk ist eine Militärstadt im Nordwesten Saudi-Arabiens mit einem alten Fort und einer kleinen Station der Hedschas-Bahn (Besichtigung). Anschließend fahren Sie Richtung al-ʿUlā, unterwegs halten Sie in Al-Disah und können die frische Luft schmecken und ihre Reinheit ohne industrielle und städtische Verschmutzung genießen. Al-Disah ist ein erstaunlich ruhiges, malerisches, 25 km langes Tal aus sandigen Flussbetten mit kühlen, schattigen Palmen, umgeben von hoch aufragenden Steilhängen aus rotem Sandstein, atemberaubenden Canyon-Gipfeln und gesäumt von sprudelnden Süßwasserbächen und einer Oase. Die dramatischen Klippen beherbergen alte Höhlen, versteckte Gräber und beeindruckende Jahrhunderte alte Schriften und Kunstwerke von Menschen und Tierfiguren. Genießen Sie das Picknick mit einem ruhigen Blick in die Sie umgebende Landschaft. Dann erreichen Sie al-’Ula für 3 Übernachtungen.
Mo. Tag 9: al-’Ulā - Ausflüge Mada’in Saleh
20 km nördlich der modernen Stadt al-’Ulā befinden sich die Ruinen der einstigen Hauptstadt des Königreichs Dedan, das im 11. Jh. erblühte. Die Sandsteinlandschaft rund um al-’Ula ist spektakulär. Die Oase und Ruinenstadt al-’Ulā wird als die archäologische Schatzkammer Saudi-Arabiens bezeichnet. al-’Ula war einst Knotenpunkt verschiedener antiker Handelswege. Bei Ihrem Ausflug in die atemberaubende Wüstenlandschaft gelangen Sie zu einem der Höhepunkte unserer Saudi-Arabien-Erkundung: Mada’in Saleh (UNESCO-Weltkulturerbe), das große Gebiet der nabatäischen Ruinen. Sie sind die beeindruckendsten vorislamischen Kulturdenkmäler Saudi-Arabiens und das Pendant zu den Felsengräbern im jordanischen Petra. Das antike Al Hijr / Hegra war die südliche Kapitale des Nabatäischen Königreichs, das heute in Jordanien liegende Petra war die nördliche Hauptstadt. In Mada’in Saleh gibt es über 130 Felsgräber mit dekorativen Fronten und Eingängen. Der größte zusammenhängende Komplex mit 23 Gräbern ist Quasr al Bint.
Al-’Ulā ist ein bemerkenswertes Reiseziel wegen seiner vielschichtigen Hinterlassenschaften menschlicher Geschichte und einer Fülle von Naturwundern. Die Altstadt zeichnet sich durch ihre Lehmziegel-Häuser aus. Diese rd. 900 Häuser sind miteinander verbunden gebaut, um Schutz zu bieten und sie weisen darauf hin, dass die Verteidigung für die früheren Bewohner der Stadt Priorität hatte. Ein renovierter Suq lädt zum Einkaufen ein. Weiterfahrt mit Halt und Besichtigung der zwei wunderschönen Gebiete, Madachil und Gharamil. Das weite Madachil-Tal zeigt eine Märchenlandschaft, in der man die wahre Poesie der Wüste erleben kann. Ein besonderes Fotomotiv ist ein durch die Natur geformter Bogen, der durch Wind-Erosion entstanden ist. Ein weiterer Höhepunkt ist das Wüstengebiet Gharamil, eine unendlich weite Landschaft; die unzähligen, einmaligen Formationen verführen fantasievoll in eine Mondlandschaft der besonderen Art. Die pyramidenförmigen Gesteinsfiguren sind aus Basalt und mit ein wenig Fantasie wird in jedem einzelnen Stein eine besondere Figur wach. Genießen Sie einen wundervollen Sonnenuntergang in der Wüste.
Di. Tag 10: al-’Ulā - Tagesausflüge Dadan + Khuraibah + Elefantenfelsen
Ihr heutiger Halbtagesausflug bringt Sie nach Dadan, der ehem. Hauptstadt der Königreiche von Dadan (9.-8. Jh. v.u.Z.) und Lihyan (5.-2. Jh. v.u.Z.). Aufgrund der Nähe zu den Weihrauch-Handelsrouten war Dadan noch vor der Ankunft der Nabatäer im 1. Jahrtausend v.u.Z. eine der am weitesten entwickelten Städte in Nordarabien. Bis zum Jahr 2020 wurden nur 4% dieses von frühen Zivilisationen bewohnten Gebiets ausgegraben. Nach der Erkundung der Ruinen der alten Stadt begeben Sie sich in die Nähe der Gräber, das Imposanteste wird von „Löwen“ bewacht. Anschließend fahren Sie nach Jabal Ikmah, eine atemberaubende Wüstenschlucht. An den Wänden finden Sie eine Jahrtausende alte „Freiluftbibliothek“ mit zahllosen Petroglyphen und beeindruckender Felskunst.
VisaTour lädt Sie zu einem exklusiven Mittagessen ein in ein inmitten der Wüste gelegenes, luxuriöses Restaurant mit Sonnenterrasse, in die Heritage-Hotelanlage Habitas al-’Ulā Resort – https://www.ourhabitas.com/alula/dining/ , ein unvergessliches Erlebnis mit traumhaftem Blick in die Weite der bizarren Felslandschaften.
Sie sehen von außen das größte verspiegelte Gebäude der Welt, die Maraya Konzert Halle. Maraya, arabisch für Spiegel, bildet eine Erweiterung der Umgebung, wobei alle Seiten vollständig von reflektierenden Paneelen bedeckt sind, die die abstrakte Ansichten des goldenen Sandes und der majestätischen Berge, die sie umgeben, brechen.
Anschließend Fahrt zum monumentalen Elephant Rock, der sich rosafarben steil vor den Dünen erhebt. Bei einer Pause können Sie erleben, wie die Sonne kupferrot versinkt. Ein wahrhaft berauschender Anblick.
Mi. Tag 11: al-’Ulā – Khaibar – Medina
Heute geht die Fahrt nach Medina, mit einem Stopp in Khaibar, einem Oasengebiet auf einem hoch gelegenen Lavaplateau. Das Dorf Khaybar war zur Zeit des Propheten eine jüdische Siedlung. Mitte des 7. Jh. wurden die jüdischen Dorfbewohner unter Umar ibn al-Chattab vertrieben, die zumeist nach Jericho in Palästina auswanderten. Man kann noch immer die alte Festung sehen, in der sich die damaligen Bewohner acht Monate lang von Datteln und Milch ernährten. Lehmhäuser aus der Vergangenheit und viele bezaubernde, enge, verwinkelte Gassen machen den Ort zu einem Erlebnis. Wie ein perfekter Archäologentraum erscheint das völlig verlassene Khaybar. Es gibt viele heutige Geschichten, die die Fantasie anregen, Geschichten über Pest, Hexen und Schätze in Khaybar, weshalb alle Dächer entfernt seien, da die Menschen glauben würden, dass die Dörfler ihre Schätze unter ihren Dächern versteckt hätten (Blick auf Ortschaft und Festung von außen).
Weiter geht es nach Medina. Medina al Munawarra bedeutet auf Arabisch „Stadt der Lichter“. Nachmittags Fahrt zur modernen Koran-Druckerei. Bei einem kurzen Betriebsbesuch erfahren Sie Wissenswertes über die genaue Prüfung und Produktion des heiligen Buches. Der King Fahd Glorious Quran Printing Complex druckt jedes Jahr exklusiv mehr als 10 Millionen Exemplare des Heiligen Korans in unzähligen Sprachen. Medina ist der Ort, wohin Mohammed reiste, nachdem er aus Mekka ausgewandert ist. Sie ist eine der beiden heiligen Städte des Islam. Mekka kann nicht besucht werden, seit kurzem aber Medina, lediglich die Moschee ist Nichtmuslimen verschlossen, von außen aber zu sehen bei der Stadtrundfahrt und Spaziergang zum Haram ist die Moschee des Propheten Mohammed. Fahrt zum Hotel in Medina für 1 Nacht.
Do. Tag 12: Medina – Zug nach Jeddah
Ihre Stadtrundfahrt führt an den wichtigsten Moscheen vorbei, auch sehen Sie die Orte und den Berg Uhud, wo die muslimischen Truppen des Propheten gegen die feindlichen Streitkräfte aus Mekka kämpften. Halt am Berg und nach einem kurzen Treppenaufstieg haben Sie einen schönen Blick auf die heilige Stadt und ihre Umgebung.
Nach den Besichtigungen Fahrt mit dem Zug nach Jeddah. Die Hafenstadt Jeddah ist eine pulsierende und quirlige Metropole. Jeddah gilt als eines der Highlights in Saudi-Arabien. Bis 1947 noch von einer Stadtmauer umgeben zählte Jeddah gerade einmal 30.000 Einwohner. Heute ist es die zweitgrößte Stadt des Landes mit einem der größten und modernsten Häfen weltweit. Heute beginnt Ihre Stadtrundfahrt in Jeddah mit einer Besichtigung: Im Museum Abdul Rauf Khalil / Al Taybat gibt es eine interessante Sammlung u.a. von Gemälden, Wandteppichen, Einrichtungsgegenständen und Wohnszenen. Die Architektur des Museums ist ebenso beeindruckend.
Der mit 312 m höchste Springbrunnen der Welt, die König-Fahd-Fontäne, befindet sich an der Corniche. Mit Einsetzen der Dunkelheit wird dieser Brunnen von 500 Flutlichtern angestrahlt. Ein Besuch der Park Mall Cenomi führt Sie in Jeddahs Moderne. Sehen Sie nicht nur eine extravagante, abwechslungsreiche Architektur, erleben Sie auch, was und wie die modernen Saudis einkaufen. Hier in dieser Mall findet sich neben zahlreichen Geschäften auch ein Kino (bis vor wenigen Jahren noch verboten), islamische Kunst, Fitness Center, Kinderspielvergnügen und Cafés und Restaurants. Und in der Nähe genießen Sie Ihr heutiges, arabisches Dinner.
Fr. Tag 13: Jeddah Stadtbesichtigung
Die beliebte Promenade für Einheimische und Gäste der Stadt ist die wunderschöne Corniche am Roten Meer. Vollständig Fußgängern vorbehalten ist sie mehr als 35 km lang. Ihre Stadtbesichtigung führt Sie zur „schwimmenden Moschee“ Fatima al Zahra am nördlichen Teil der Corniche. Auf Säulen gebaut scheint sie bei Flut auf den Wellen zu schweben. 1985 errichtet verbindet der türkisfarbene Kuppelbau traditionelle mit moderner Architektur, flankiert von einem weißen Minarett. Gläubigen bietet sie die Möglichkeit, im offenen Innenhof einen spektakulären Blick auf die Küste zu werfen und die Meeresbrise mit dem Rauschen der Wellen zu genießen.
Auf dem Corniche gibt es eine Vielzahl von Skulpturen bekannter internationaler Künstler wie Vasarely, Moore oder Miró, deren Studium zu einem unglaublich spannenden Ereignis werden kann http://www.sculpturesofjeddah.com/open-air-museum .
Erleben Sie die geschäftige Atmosphäre am Fischmarkt von Jeddah, wo die Fänge versteigert werden und Händler direkt vor Ihren Augen die frisch gefangenen Meeresfrüchte und Fische zubereiten. Zur Stadterkundung gehört ein Spaziergang durch die Altstadt Al Balad. Bekannt ist sie für die Bauweise der Häuser, in denen im späten 19. Jh. die Familien reicher Händler lebten. Durch die Pilgerströme der Haddj war die Einwohnerstadt multikulturell. Hier hatten sich Muslime aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten niedergelassen. Typisch für die Architektur der Altstadt sind turmartige Wohnhäuser aus Korallenschutt und Lehmmörtel mit großen Roshan-Balkonen aus Holz. Weil der Platz knapp war, wurden die Häuser in der Altstadt bis zu 7 Stockwerke hoch gebaut und überragen auch heute noch die umliegenden Moscheen und Suqs. Die Roshan-Turmhäuser gehen auf die Eröffnung des Suezkanals 1869 zurück. Die Stadt Jeddah und ihre Kaufleute profitierten direkt vom neuen Seehandelsweg und konnten schnell satte Gewinne vermelden. Das Nassif-Haus steht inmitten der Altstadt, gilt als das schönste Haus am Platz und eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten (Außenansicht). Es gibt kaum ein schöneres Erlebnis in Jeddah, als durch die engen Altstadt-Gassen zu schlendern mit dem Suq Al Alawi. Die Marktstände reihen sich wie eine Perlenkette aneinander – genau auf dem Weg, den die Pilger nach Mekka gehen.
Sa. Tag 14: Abreise aus Jeddah
Unser Fahrzeug bringt Sie heute zum Flughafen. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Heimreise! (Frühstück).
Ende einer wunderschönen Reise in die Welt von 1001-Nacht.
Das oben beschriebene Programm kann von Ihnen als eigene, geschlossene Gruppe durchgeführt werden. Bitte beachten Sie: Der Beginn der Reise sollte auf einen Sonntag oder Montag fallen, denn in Mada’in Saleh / al-’Ulá sollten Sie unter der Woche sein und nicht am islamischen Wochenende (Do. bis Sa.) dort übernachten, da die Hotelpreise dann deutlich teurer sind.
Hotel- und Routenänderungen oder weniger oder mehr Tage Aufenthaltsdauer sind auf Wunsch immer möglich.
Diese Reiseroute kann auch als Selbstfahrer-Reise durchgeführt werden.
Bitte fragen Sie uns.
VisaTour bietet geführte Rundreisen, die von Gästen aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) als Zubucherreise in Anspruch genommen werden können.