Anatolien + Mesopotamien
Weit entfernt von Massentourismus…
Auf den Spuren der Hethiter und Assyrer, die Phryger (griechische Bezeichnung eines indogermanischen Volks, das spätestens im 8. Jh. v. Chr. in Anatolien, etwa im Zentrum Kleinasiens, ein großes Reich errichtet hatte) und Urartäer, später Griechen und Römer, Seldschuken und osmanische Türken.
Sehen Sie das Grabmal eines Kommagene-Königs auf dem Berggipfel des Nemrut Daği, dem Berg der Götter, das Geheimnis des Antiochos, eines der unglaublichsten steinernen Zeugnisse menschlichen Geltungsdranges.
Weit weniger Besucher reisen in das Innere des riesigen Subkontinents zwischen dem eisigen Van-See ganz im Osten, dem Taurus-Gebirge, das die südlichen Strände abschirmt und dem Pontischen Gebirge nahe der Schwarzmeerküste, wo in immer feuchtem subtropischen Klima Teeplantagen gedeihen.
Unser Angebot: Drei Reisebausteine
1. Anatolien + Mesopotamien
2. Kappadokien
3. Istanbul
die Sie nach Ihren Wünschen aussuchen, kombinieren und zusammenstellen können.
Baustein 1 – wählen Sie Ihren individuellen Reiseabschnitt!
Entdecken Sie mit VisaTour die für Sie zusammengestellte Reise, entweder als komplette Tour oder nur die für Sie interessanten Abschnitte/Tage, denn in jedem der Übernachtungsorte befindet sich ein Flughafen, der von Europa aus zu erreichen ist:
z.B. 05-18 Tage / 04-17 Übernachtungen
(Sie können unseren nachfolgenden Reisevorschlag auch entsprechend kürzen)
Ankara * Ḫattuša * Tokat * Üniye * Trabzon * Sumela * Erzurum * Öşk Vank * Tortum * Yusufeli * Kars * Ani * Doğubeyazıt * Van * Hasankeyf * Mardin * Midyat / Dara-Anastasiupolis * Diyarbakır * Nemrut Dağı * Adyamen * Atatürk-Staudamm * Göbelkli Tepe * Urfa/Şanlıurfa * Harran * Birecik/Halfeti * Gaziantep
Tag 1. Ankara (Landung)
Unsere deutschsprachige Reiseleitung empfängt Ihre Reisegäste mit Ihrem Agenturschild am Flughafen. Transfer zum Hotel in Ankara. (evt. Abendessen / Übernachtung).
Tag 2. Ankara – Ḫattuša (Boğazkale/Çorum) (200 km / 2:30h)
Nach dem Frühstück kleine Rundfahrt in Ankara, der Hauptstadt der Türkei, mit Besuch des Museums der anatolischen Kulturen/Hethitermuseum, das 1997 die Auszeichnung „Europäisches Museum“ erhielt, die hier ausgestellten hethitischen Keilschriften aus Boğazköy (Ḫattuša) gehören zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.
Anschließend Besichtigung des auf dem im 12. Jh. von Phrygern als Grabhügel künstlich errichteten Hügels Rasattepe liegenden Anıtkabir, das Mausoleum und –Museum Mustafa Kemal Atatürk, des Staatsgründers der türkischen Republik. Eine 22 m lange, von 24 Löwen flankierte Auffahrt führt zum Mausoleum. Die Löwen symbolisierten in der von Atatürk so sehr geschätzten Kultur der Hethiter Kraft und Ruhe. Im “Anıtkabir” Museum sind Privatgegenstände Atatürks ausgestellt. Nach dem berühmten Zitat Atatürks „Frieden im Land, Frieden in der Welt“, wurde der umgebende Park mit seinem Grabmal Friedenspark (Barış Parkı) genannt. In ihm wachsen mehr als 100 verschiedene Baum- und Pflanzenarten aus aller Welt.
Weiter geht es zur Zitadelle von Ankara, Akkale. Von Hethitern vor etwa 4000 Jahren als Militärgarnison erbaut befindet sie sich auf einem 978 m hohen Hügel im nördlichen Stadtzentrum. Im Laufe der Jahrhunderte von unterschiedlichen Völkern und Reichen genutzt machten die Galater 273 v.u.Z. Ankara zu ihrer Hauptstadt, die Zitadelle wurde auf eine Innen- und eine Außenstadt erweitert. Von den ehemals zwanzig Türmen der Außenstadt sind heute nur noch wenige erhalten, die Mauern der Innenstadt hingegen sind gut bewahrt. Auch finden sich hier einige Häuser im ottomanischen Stil, teils aus dem 17. Jahrhundert.
Fahrt nach Boğazkale/Çorum. Sie Übernachten im 3* Hotel Aşıkoğlu, (Frühstück / Abendessen / Übernachtung)
Tag 3: (Boğazkale/Çorum) – Ḫattuša - Tokat - Üniye (360 km / 5:30 h)
Nach dem Frühstück kurze Fahrt nach Ḫattuša, vorbei an der Felsnekropole Oamankayasi. Die Hauptstadt des Hethiter-Reiches (ca. 1700-1200 v.u.Z.) und das benachbarte hethitische Heiligtum Yazılıkaya sind UNESCO-Weltkulturerbe. Der Machtbereich des kleinasiatischen Volkes der Hethiter umfasste im Altertum im 2. Jahrtausend v.u.Z. weite Teile Anatoliens und zeitweise auch die nördliche Hälfte des heutigen Syrien. Sie sehen Zentraltempel, Königspalast, Löwentor und das nahegelegen Felsenheiligtum Yazilikaya mit prachtvollen Reliefs, der so genannten „Götterparade“ und der dem Totenkult gewidmeten Felsenkammer.
Weiter geht es nach Tokat mit seiner von einer Burgruine überragten Altstadt. Hier soll Dracula eingesperrt gewesen sein, zumindest traf es unliebsame Menschen. Der steile Felsen, auf dem sich die Mauern erheben, ist bereits eine natürliche Burg und die erhaltene Architektur weist Spuren des Mittelalters auf.
Durch eine reizvolle Landschaft geht es weiter nach Üniye am Schwarzen Meer, der westlichsten Stadt an der türkischen „Haselnussküste“ mit ausgedehnten Haselnussplantagen. In der Antike noch als Onea bekannt war dieser Ort ein Zentrum des Weinanbaus. Die Reben mussten aber im Wesentlichen der Haselnuss weichen. Die ersten Ansiedlungen erfolgten wahrscheinlich um 2000 v.u.Z. durch eine der letzten aus der Jungsteinzeit übrig gebliebenen matriarchalischen Volksstämme, besser bekannt auch als Amazonen, wie archäologische Funde belegen.
Anschließend Fahrt zum gebuchten Hotel in Unye. (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 4: Üniye - Trabzon (250 km / 3:30 h)
Die Reise erfolgt entlang der Küste nach Trabzon (vormals Trapezunt). Hier lohnt die Besichtigung der Aya Sofya, der Heiligen Sophia. Die Kirche wurde um 1200 gebaut, 100 Jahre später komplett umgebaut und 1427 kam der Glockenturm hinzu. Die Kirche war ursprünglich Teil einer Klosteranlage. Doch nach der Eroberung von Trabzon durch die Truppen von Mehmet II. wurde die Klosteranlage geschleift und die Kirche in eine Moschee verwandelt. Während der russischen Besetzung wurden die ursprünglichen christlichen Malereien wieder freigelegt. Unter türkischer Regie wurde schließlich um 1960 die Kirche umfangreich restauriert und in ein Museum umgewandelt. Im Jahr 2012 konnte eine religiöse Interessengemeinschaft erfolgreich die Rückumwandlung in eine Moschee einklagen, die Fresken im Inneren wurden mit weißen Stoffen abgehängt, um die Gläubigen beim Beten nicht zu stören. Sehen Sie die Skulpturen an den Außenwänden und die Reliefdarstellung der Schöpfungsgeschichte in der südlichen Vorhalle und das aus 19 Marmorstücken bestehende Mosaik im Boden des Hauptraumes.
Etwas außerhalb der Innenstadt gelegen befindet sich das Atatürk Kosku, eine Villa im Stile europäischer Renaissance-Architektur. Anfang des 19. Jahrhunderts ließ es Konstantin Kabayanidis als Sommerhaus auf den Soguksu-Kämmen mit Blick auf Trabzon errichten. Atatürk wurde 1924 und 1930 hier empfangen und übernachtete 1937 in der für ihn eingerichteten Villa. Hier widmete er sein Vermögen seiner Nation: „Besitz und Besitztümer belasten mich. Ich werde erleichtert sein, wenn ich sie meinem Volk schenke. Der Reichtum sollte in der eigenen geistigen Persönlichkeit liegen. Ich möchte meiner großen Nation mehr geben.“ Das heute als Atatürk-Villa bekannte Gebäude wurde 1943 ein Museum.
Nahe Ihres Radisson-Hotels befindet sich das Mädchenkloster oder Panagia-Theoskepastos-Kloster (griech. „gottbeschützte Panagia“), ein ehemaliges Frauenkloster, das während des Trabzon-Reiches unter der Herrschaft von Alexios III. (1349-1390) errichtet wurde. Nach mehreren größeren Reparaturen erhielt es im 19. Jahrhundert seine heutige Form. Am Fuße des Boztepe-Bergs gelegen, der die Stadt Trabzon überragt, wird der auf zwei Terrassen errichtete Klosterkomplex von einer hohen Schutzmauer umgeben. Ursprünglich eine Felsenkirche an der Südseite mit einer Kapelle am Eingang befinden sich im Inneren Inschriften und Porträts, die Alexios III., seine Frau Theodora und seine Mutter Irene erwähnen. Die Nonnen verließen die Kirche während des „Bevölkerungsaustauschs“ zwischen der Türkei und Griechenland im Jahr 1923. Die Fresken in der Höhlenkirche sind trotz Feuchtigkeitsschäden bemerkenswert gut erhalten. Übernachtung in Trabzon (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 5: Trabzon – Sumela – Erzurum (325 km / 5:00 h)
45 km entfernt hier in der Nordosttürkei in Maçka im Altindere Vadisi Milli Parki liegt das ehemals griechisch-orthodoxe, aus byzantinischer Zeit stammende Sumela Kloster in einer steil abfallenden Felswand auf 1200 m Höhe, von Ferne ein atemberaubender Anblick. Gegründet wurde das Kloster rund um die angebliche Fundstelle der Panagia Sumela („Melas“, nach dem griechischen Namen des Berges) oder der so genannten Maria vom schwarzen Berg. Dieses angeblich vom heiligen Lukas gemalte Marienbild sollen Engel aus Athen in einer Felsspalte hier abgelegt haben. Die Mönche Barnabas und Sophronios erfuhren durch eine göttliche Eingebung davon und gründeten hier das Kloster um 400 unserer Zeitrechnung. Sehenswert sind hier vor allen die Fresken in der Grottenkirche, die teilweise aus dem 14. Jahrhundert stammen. Die jüngsten Fresken stammen aus der der Grottenkirche vorgelagerten Apsiskapelle aus dem 18. Jahrhundert.
Nach der Besichtigung geht die Reise gen Süden durch die abwechslungsreiche bergische ostanatolische Landschaft. Sie queren das Pontische Gebirge, das sich etwa 1000 km entlang der Schwarzmeerküste von Kleinasien erstreckt und eine erdgeschichtlich relativ junge alpidischen Gebirgsfaltung, die von den Pyrenäen und Alpen bis zum Himalaya verläuft. Über den Ziganapass mit 1.975 m und den Kopdagipass mit 2.400 m gelangen Sie in das Hochland auf der nordanatolischen Route der Seidenstraße bis nach Erzurum, dem größten, etwa 2.000 m hoch gelegenen Ort Ostanatoliens. Übernachtung in Erzurum für 2 Nächte. (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 6: Erzurum
Nach dem Frühstück beginnt Ihre Stadtbesichtigung von Erzurum. Seit der Steinzeit besiedelt, ist Erzurum die größte Provinzhauptstadt und Kulturzentrum in Ostanatolien. Aus der seldschukischen und osmanischen Zeit stammen bedeutende Bauwerke, überwiegend zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert entstanden, so die Çifte minare Medrese (ehemalige Koranschule), das Symbol der Stadt. Die Yakutiye Medrese dient heute als Museum für Türkisch-Islamische Kunst und Ethnographie. 1310 während der Herrschaft des Ilkhaniden-Herrschers Sultan Olcayto erbaut, gehört es zur Gruppe der Medresen mit vier Iwans und geschlossenen Innenhöfen, die den traditionellen Baustil der Seldschuken widerspiegeln. Hier werden ethnografische Artefakte ausgestellt, darunter Frauen- und Herrenschmuck und -kleidung, Kupferartefakte, Waffen, Siegel und Münzen. Diese Artefakte tragen die kulturellen und künstlerischen Merkmale der Region von der Vergangenheit bis zur Gegenwart und werden in Harmonie mit der monumentalen Struktur ausgestellt. Die Yakutiye-Medresse ist ein Beispiel für die Bedeutung, die der Kunst während ihres Baus beigemessen wurde, mit floralen und geometrischen Verzierungen, symbolischen Darstellungen an der Fassade und Kachelverzierungen am Minarett. Die Architektur der Medresse und die ausgestellten türkisch-islamischen Artefakte machen sie zu einem Muss für Besucher. In der Medresse fühlen sie die Atmosphäre des Mittelalters. Die „Üc Kumbetler“ genannten Kuppelgräber sind die schönsten Denkmäler in Erzurum. Die wichtigsten Moscheen der Stadt sind die Ulu Cami Moschee sowie die Lala-Mustafa-Pasa-Moschee. In der Rüstem-Pasa-Karawanserei, auch Tashan genannt, gibt es einen Basar mit Ateliers, wo der sogenannte Oltu-Stein, ein schwarzes fossiles Baumharz, verarbeitet wird. Dieser Handelshof war über Jahrhunderte ein Vermarktungsplatz für Seidenraupenkokons, die in der Umgebung von Edirne gezüchtet wurden. Und von der Zitadelle Erzurum Kalesi, eines der Höhepunkte in Erzurum, haben Sie vom begehbaren Uhrenturm eine schöne Rundumsicht. Übernachtung in Erzurum. (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 7: Erzurum – Öşk Vank – Tortum– Yusufeli – Kars (370 km / 5:25 h)
Nach dem Frühstück startet Ihre Fahrt nach Kars durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Unterwegs besuchen Sie die Öşk Vank, die Ruine des aus dem 10. Jahrhundert stammenden ehemaligen Klosters des mittelalterlichen georgischen Königreichs Tao-Klardschetien im heutigen Dorf Çamlıyamaç. Erhalten ist diese größte Kreuzkuppelkirche der Region mit einer aufwendigen Bauplastik, auf dem Tympanon des Portals am südlichen Kreuzbau blieb die lange Einweihungsinschrift in den roten Buchstaben des Mrglowani, der frühesten georgischen Schrift, erhalten. Aus der Inschrift lässt sich entnehmen, dass die Kirche vermutlich Maria und Johannes dem Täufer geweiht war. Die Inschrift enthält im Anschluss an die Ehrerweisung für die biblischen Heiligen und georgischen Herrscher eine detaillierte Aufstellung der Lohnkosten in Naturalien für die Arbeiter
Danach geht es (nur noch im Mai/Juni) zum Tortum-Wasserfall, der über eine 48 Meter hohe Felskuppe führt. Ein Erdrutsch blockierte das Tal, durch das der Fluss Tortum Çayı floss – ein acht Kilometer langer und einen Kilometer breiter See entstand. Das Wasser bahnte sich einen neuen Weg ins Tal Tev, der über eine 48 Meter hohe Felskuppe führte, eine beeindruckende Kaskade von kleinen Wasserfällen. Der Tortum-Wasserfall war der höchste Wasserfall in der Türkei. Seit der Fertigstellung des Tortum-Wasserkraftwerks im Jahre 1960 fließt das im Tortumsee gefasste Wasser durch Kanäle und Leitungen zu den Turbinen und der Wasserfall wird nur noch während einer sehr kurzen Zeit in den Monaten Mai und Juni durch das Überschusswasser gespeist, wenn der Wasserstand im See besonders hoch ist. In den übrigen Monaten ist das Flussbett und der Wasserfall beinahe ausgetrocknet.
Der nun folgende Yusufeli-Damm und Wasserkraftwerk am Fluss Çoruh ist mit einer Höhe von 275 Metern der höchste Damm der Türkei und der fünfthöchste Damm der Welt in Form eines doppelt gekrümmten Betonbogendamms. Hier wird ungefähr 2,2 Milliarden Kubikmeter Wasser gespeichert, das Kraftwerk produziert über 1.8 Milliarden kWh Energie jährlich.
Weiter führt die Reise nach Kars durch endlose Täler und ein weitläufiges Grasland. Übernachtung in Kars für 2 Nächte. (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 8: Kars – Ausflug nach Ani
Die Garnisonsstadt Kars ist das Tor zum Kaukasus. Von verschiedensten Kulturen beeinflusst, war sie im 10. Jh. Hauptstadt des armenischen Königreichs, im 11. Jh. erobert von Türken und im 13. Jh. von Mongolen besetzt. Die Stadt am östlichen Ufer des Kars-Flusses ist bekannt für ihre reiche Folklore, für die mit natürlichen Farben gefärbten Teppiche und Kelims und für seinen Käse und Honig. Bummel zur nahegelegenen, sich majestätisch erhebenden Festung von Kars, auf einem Plateau gelegen, um einen Blick auf die Stadt zu haben. Weiter geht es ins Zentrum, wo Sie viele Käsegeschäfte finden können.
Anschließend fahren Sie nach Ani, unmittelbar an der armenisch-türkischen Grenze gelegen. Hier stehen die grandiosen Überreste aus der Blütezeit armenischer Kirchenbaukunst. Früher zählte die Stadt mehr als 100.000 Einwohner und war als „Stadt der 1001 Kirchen“ bekannt. Stadtmauer, Kirchen, Kathedrale sind heute teilweise noch gut erhalten geblieben. Seit über 800 Jahren ist diese Stadt durch hintereinander andauernde Erdbebentätigkeiten eine verlassene Geisterstadt. Wanderung zu den 8 Kirchen mit einem wunderschönen Blick zum anderen Flussufer, durchzogen von einer tiefen Schlucht. Nach der ausführlichen Besichtigung dieser ehemaligen mächtigen Ruinenstadt Fahrt zurück nach Kars (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 9: Kars – Doğubeyazıt – Van (450 km / 6:00 h)
Die heutige Reise führt zunächst nach Doğubeyazıt durch grandiose Gebirgslandschaften und der Blick zum Berg Ararat beeindruckt jeden (5165 m). Der höchste Berg der Türkei liegt in unbeschreiblich schöner Landschaft. Abrupt erhebt er sich zum Himmel aus der rauen phantastisch anmutenden Hochebene.
Fahrt zu einem Dorf am Fuß des Ararat zu einer Familie, die Sie zum Tee einlädt, Sie erleben etwas vom dörflichen Leben.
Nahe der iranischen Grenze südöstlich der Stadt Dogubayzit steht der Ishak-Pasa-Palast. Besichtigung der geschichtsreichen Burgfestung – eine einzigartige Mischung aus Burgfestung und orientalischem Luftschloss. Von der Palastanlage aus hat man einen atemberaubenden Blick in die Ebene. Anschließend Fahrt nach Van am gleichnamigen See gelegen, dem größten der Türkei. Unterwegs halten Sie am 40 m hohen Muradie-Wasserfall. Der See umrahmt eine der schönsten Landschaften Ostanatoliens. Übernachtung in Van für 2 Nächte. (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 10: Van
Stadtrundfahrt und Besichtigung der vom urartäischen König Sardur I. errichteten geschichtsträchtigen Zitadelle und des monumentalen Grabes des Herrschers. Van war 1000 v.u.Z. die Hauptstadt des Urartäer-Reichs. Die Stadt ist für ihre mit Naturfarben gefärbten geknüpften Kelims und ihre Silberschmiedekunst bekannt. Ferner sind auch die Van-Katzen mit den langen Haaren und ihren verschiedenfarbigen Augen berühmt. Wenn möglich: Besichtigung einer Käserei. Nach einem Bummel über den Markt Sonnenuntergang an der Uferpromenade am See.
Fahrt nach Gevaş. Setzen Sie mit dem Boot zur Akdamar-Insel über. Hier wurde der Kirchenkomplex, die armenische Heiligkreuzkirche, mit einzigartigen Friesen an den Mauern errichtet. An den Außenmauern finden sich in Stein gehauene Darstellungen aus dem alten Testament. Die Innenwände zieren Darstellungen aus dem neuen Testament. (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 11: Van – Hasankeyf – Mardin (550 km / 6:40 h)
Nach dem Frühstück geht es weiter über Tatvan nach Hasankeyf, einer am Tigris gelegenen antiken Stadtfestung, die 2020 trotz internationaler Proteste im Zuge des Ilısu-Staudammprojektes geflutet wurde. Hier befanden sich Reste einer Brücke über den Tigris aus dem 12. Jh., eine von den Ayubiden gebaute El-Rizk-Moschee und zahlreiche in den Sandstein der Tigrisuferböschung geschlagenen Höhlen, die noch bis zur Flutung zu Wohnzwecken bzw. als Lagerräume genutzt wurden. Das Zeynel-Bey-Mausoleum und andere historische Gebäude wurden in den 2 km entfernten neuen Hasankeyf-Kulturpark überführt, ein Teil der Bevölkerung wurde nach „Neu-Hasankeyf“ umgesiedelt. Weiterfahrt nach Mardin, eine kleine malerische Stadt, die sich an einen 1300 m hohen Berg schmiegt. Man hat einen herrlichen Ausblick auf die weite Ebene Mesopotamiens bis nach Syrien, das in ca. 20 km Entfernung beginnt. An der historischen Seidenstraße gelegen war Mardin eine florierende Handelsstadt, berühmt für ihre Seide und feinen Webstoffe. Übernachtung in Mardin für 2 Nächte. (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 12: Mardin - Ausflug Midyat und Dara-Anastasiupolis
In der Umgebung von Mardin finden sich die Klöster und Kirchen des Tur Abdin, das Kloster von Mar Gabrie, Mar Yakup sowie die Kirche der Jungfrau Maria im Dorf Anitli, beeindruckend durch ihre wunderschöne quadratische Kuppel. In Mardin und Umgebung kann man immer noch die aramäische Sprache (die Jesus gesprochen hat), griechisch oder armenisch hören
Ihr heutiger Besuch geht in das 30 km entfernte Dara-Anastasiupolis, eine zentrale spätantike oströmische Festungsstadt in Nordmesopotamien zwischen Nisibis und Mardin am heutigen kleine Dorf Oğuz. 505 von Kaiser Anastasius stark ausgebaut war dies eine Folge des 502 ausgebrochenen Perserkrieges zur Verbesserung der strategischen Situation der Römer, zumal die persischen Sassaniden mit der Festungsstadt Nisibis auf der anderen Seite der Grenze bereits über einen solchen Stützpunkt verfügten. Erhaltenen Festungsanlagen sind noch gut erkennbar, vor den Stadtmauern wurde zum Hochwasserschutz der Dara-Staudamm errichtet, eine der ältesten bekannten Bogenstaumauern.
Das kulturelle Erbe von Völkern unterschiedlicher Religion und Kultur, die noch heute harmonisch zusammenleben, findet sich in Midyat wieder in eleganten Privathäusern und öffentlichen Gebäuden mit verzierten Fassaden, in Kirchen und Moscheen, die aus der Altstadt von Midyat ein architektonisches Schmuckstück machen. Sie bummeln durch die Gassen des alten Stadtteils und sehen das ehemalige Rathaus.
Rückfahrt nach Mardin zur Übernachtung. (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 13: Mardin – Diyarbakır (110 km / 1:30 h)
Nach den Frühstück besuchen Sie in Mardin die Zinciriye Medrese, auch genannt Sultan Isa Medrese, eine ehemalige Koranschule mit einem monumentalen Portal, die Moschee Latifiye Cami und die große Moschee Ulu Cami, die Kasim Pasa Medrese und das Museum von Mardin. Deir Al-Zaafaran ist ein syrisch-orthodoxes (jakobitisches) Kloster wenige Kilometer östlich der südtürkischen Stadt Mardin im Tur-Abdin-Gebirge am Rand der Tiefebene von Mesopotamien.
Fahrt nach Diyarbakır – einer der malerischsten Städte der Türkei, mehrheitlich von Kurden bewohnt. Eine sehr gut erhaltene Stadtmauer mit der Zitadelle, zahlreiche schöne Moscheen und Medresen und die verwinkelten Gassen ergeben das typische Bild einer alten anatolischen Stadt. Die Stadtmauer ist nach der chinesischen Mauer die zweitgrößte Mauer der Welt. Die Große Moschee Ulu Camii, 1091/92 errichtet, ist das Wahrzeichen der Stadt und gilt als eine der ältesten Bauten der Seldschuken in Anatolien. Am Hauptportal finden sich Reliefs von Löwen und Stieren. Ursprünglich soll das Gebäude um 639 unserer Zeitrechnung eine Kirche mit der Bezeichnung „Mar-Thoma“ gewesen sein, die nach dem Zuzug vieler Muslim in eine Moschee umgewandelt wurde. Ein viereckiges Minarett zeichnet sie aus. Übernachten in Diyarbakir (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 14: Diyarbakır - Nemrut Dağı – Adyamen (110 km / 1:30 h)
Anschließend Fahrt über die neue Brücke des Atatürk-Stausee nach in Kahta und Fahrt zum Nemrut Dağı. In der Umgebung des Nemrut Dag Besichtigung der Cendere Brücke (Septimius-Severus-Brücke), eine antike Einbogenbrücke mit einer der größten Bogenöffnungen unter allen erhaltenen Römerbrücken. Danach geht es zum Hügel Karakus, in dem sich das Grab für die weiblichen Angehörigen des Königshauses von König Antiochios befindet. Anschließend Besichtigung der antiken Stadt Arsameia, der Residenzstadt des Königreichs Kommagene, das eine kulturelle Mischung aus hellenistischen, anatolischen und persischen Einflüssen darstellte. Der Nemrut Dağı ist mit 2150 m Höhe eine der höchsten Erhebungen des nördlichen Mesopotamiens. Auf seinem Gipfel erhebt sich eine monumentale Kombination aus Heiligtum und Grabstätte. Sie wurde von dem späthellenistischen König Antiochos I. Theos (69–36 v.u.Z.) von Komagene errichtet und 1881 vom deutschen Ingenieur Karl Sester wiederentdeckt. 1987 wurde das Grabheiligtum in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen. Um damals Platz für die Errichtung des Heiligtums zu schaffen, wurden rund 300.000 m³ massiver Fels bewegt. Im Laufe der Zeit haben Erdbeben, Unwetter und zahlreiche Besucher dazu beigetragen, dass ein großer Teil der Reliefs zerstört und die einstmals 8–10 m hohen Statuen heute kopflos sind. Genießen Sie bei Sonnenuntergang den beeindruckenden Anblick der Monumentalstatuen mit dem Altar und den Reliefs. Sie haben einen einmaligen, herrlichen Ausblick auf die weite Euphrat-Ebene und die Bergwelt.
Fahrt nach Adyamen zum Hotel. (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 15: Adyamen - Atatürk-Staudamm – Göbelkli Tepe – Urfa (250 km / 4:00 h)
Fahrt entlang des Atatürk-Stausees mit Zwischenstopp am Atatürk-Staudamm. Weiter geht es Richtung Urfa. Unterwegs halten Sie in Göbelkli Tepe, der Ausgrabungsstätte des 12.000 Jahre alten steinzeitlichen Bergheiligtums, dem frühen präkeramischen Neolithikum. Die Entdeckung in den 1990er Jahre war eine archäologische Sensation, handelt es sich doch um die ältesten bekannten Großbauten der Menschheit, deutlich älter als das nur 3000 Jahre alte englische „stone henge“ – und von Jäger- und Sammlergruppen errichtet.
Weiter nach Şanlıurfa; Urfa gehörte geographisch zum historischen Nordmesopotamien. In Urfa befindet sich eine der bedeutendsten Pilgerstätten der Muslime; der Abraham-Teich mit heiligen Karpfen, verschiedene Moscheen wie die Rizvaniye Moschee und die Halil-Ur Rahman Moschee sowie die Geburtshöhle Abrahams und die Grabstätte von Hiob. Ein Bummel über den Basar rundet den Besuch in Urfa ab. Übernachtung in Şanlıurfa. (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 16: Şanlıurfa – Harran – Birecik/Halfeti – Gaziantep (240 km / 3:20 h)
Nach dem Frühstück geht es weiter nach Harran. In der Bibel zog der Erzvater Abraham von Haran weiter nach Kanaan. Dessen Enkel Jakob flüchtete vor seinem Zwillingsbruder Esau nach Haran und fand dabei das Jakobskissen und die Jakobsleiter. Besichtigung der Zitadelle, der ersten Universität der Welt sowie bewohnter Bienenkorb-Häuser.
Anschließend fahren Sie nach Birecik, wo 2001 ein Staudamm am Euphrat gebaut wurde und dadurch mehrere Dörfer überflutet worden sind. Vom Dorf Halfeti aus unternehmen Sie eine Bootfahrt. Seit der Realisierung des Südostanatolien-Projekts stehen viele der am Euphrat errichteten Dörfer unter Wasser. Ende 1999 wurde Eski Halfeti zu zwei Dritteln überflutet. Dadurch stehen die Gebetshallen einer osmanischen Moschee knöcheltief unter Wasser. Gleich vor der Moschee ist zu sehen, wie das Dach eines kompletten Hauses über den Wasserspiegel hinausragt.
Weiterfahrt nach Gaziantep in Ihr Hotel für 2 Nächte. (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 17: Gaziantep
Wegen ihres erfolgreichen Widerstands gegen die Franzosen wurde Antep („Gute Quelle“) 1921 mit dem Titel „Gazi“ (der Streiter) geehrt. Neben dem modernen Zentrum der wachsenden Metropole mit mehr als einer Million Einwohnern erinnert die gut erhaltene Zitadelle aus hethitischer (später seldschukischer) Zeit an „Damals“. In der Altstadt findet man schöne Moscheen und alte Häuser. Spaziergang durch den Bazar mit Blick auf die Zitadelle. Höhepunkt der Besichtigung ist das Zeugma-Mosaik-Museum. Dort befindet sich die weltweit größte Sammlung von römischen Mosaiken aus der Stadt Zeugma, die beim Bau des Birecik-Staudammes größtenteils von dem Stausee überflutet wurde. Lassen Sie sich beeindrucken von herrlichen Mosaiken, die in außergewöhnlicher Lebendigkeit mythologische Szenen zeigen. Übernachtung in Gaziantep. (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 18: Gaziantep (Abreise)
Transfer vom Hotel zum Flughafen Gaziantep.
Ende einer Erlebnisreise in das Gestern und Heute einer bezaubernden abwechslungsreichen Landschaft mit Menschen unterschiedlichster Kulturen.
Baustein 2 – Vor Baustein 1 oder im Anschluss, oder nur als kurze Einzelreise, oder auch in Kombination mit Baustein 3 – Istanbul.
Kappadokien*
Tag 1: Uchisar
Sie werden Sie am Flughafen Kayseri abgeholt und in unser Hotel nach Uçhisar/Nevşehir gefahren. Oder Sie kommen an im Anschluss Ihrer Ost-Anatolien-Reise.
3 Übernachtungen im Hotel (Frühstück / Abendessen / Übernachtung).
Tag 2: Göreme - Unterirdische Stadt - Mustafapaşa
Beginnen Sie Ihren Tag mit dem Sonnenaufgang, um die frühmorgendlichen Heißluftballons zu beobachten, die über dem Göreme-Tal starten. Nach dem Frühstück bringt Sie unser Bus bergauf zu den in den Felsen gehauenen Kirchen des Freilichtmuseums von Göreme. Göreme und seine Umgebung, zehn Kilometer von Nevşehir entfernt, wurden vermutlich in der Römerzeit von den Bewohnern von Venessa (Avanos) als Nekropole genutzt. Die Region Göreme wird oft als „Zentrum des Glaubens“ bezeichnet. Das dortige Freilichtmuseum ist der Ort, an dem das „Bildungssystem, das alle Ideen des Christentums vereinte“ von Basilius dem Großen und seinen Brüdern geboren wurde. Hier wirken die architektonischen Details und Fresken heute noch so lebendig wie damals, als sie noch neu waren. Diese Kapellen, die während der byzantinischen Ära im neunten und zehnten Jahrhundert erbaut wurden, beherbergen farbenfrohe biblische Fresken – von der Karanlık Kilise (Dunkle Kirche), die ihren Namen dem Fehlen von Fenstern verdankt, bis zur neunköpfigen Elmalı Kilise (Apfelkirche) mit Szenen von Bischöfen, Heiligen und Märtyrern. Die größte Kirche von Göreme, die Tokalı Kilise (Kirche der Schnalle), ist mit Wandmalereien im Hauptschiff ausgestattet.
In einer kurzen, 35-minütige Fahrt südlich von Göreme können Sie eine unterirdische Stadt Kappadokiens erkunden. Derinkuyu und Kaymaklı, die oberirdisch nur zwei Stunden voneinander entfernt liegen, waren einst durch kilometerlange Tunnel miteinander verbunden. Beide sind erstaunlich komplexe Labyrinthe, die seit dem achten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung bewohnt sind; zu ihrer Blütezeit war Derinkuyu groß genug, um 20.000 Menschen mitsamt ihren Vorräten und ihrem Vieh zu beherbergen. Unter der Erde befinden sich Ställe, Kirchen und Weinpressen – allerdings ist nur ein Bruchteil der Höhlen wiederentdeckt worden.
Sechs Kilometer südlich von Ürgüp liegt Mustafapaşa (Sinasos), eine Stadt, die zu Recht für ihre prächtigen Steinmetzarbeiten bekannt ist. Die Basilius-Kapelle ist mit Motiven verziert, die das ikonoklastische Gedankensystem widerspiegeln. Frühstück / Abendessen / Übernachtung.
Tag 3: Heißluftballonfahrt (optional) – Devrent – Zelve – Avanos - Aşıklar Vadisi
Vor dem Frühstück startet (optional) das unverzichtbare Kappadokien-Erlebnis: eine Heißluftballonfahrt bei Sonnenaufgang. Dank des konstant guten Wetters fliegen die Ballons rund 250 Tage im Jahr, wobei jeden Morgen mehr als 100 Ballons in die Luft steigen. Es ist die beliebteste Aktivität in der Region. Die Ballons erreichen eine Höhe von bis zu 900 m und ermöglichen es Ihnen, in der morgendlichen Stille über Pfeilern, Bergkämmen und Türmen zu schweben und die Netzwerke des Gebiets, das Sie während Ihrer Reise erkunden, aus der Vogelperspektive zu betrachten. Rechnen Sie damit, etwa 60 Minuten in der Luft zu sein, und genießen Sie die herrliche Aussicht auf die berühmten Täler der Region: Rotes-, Rosen-, Meskendir-, Liebes- und Tauben-Tal. Zurück im Hotel genießen Sie in Ruhe Ihr Frühstück.
Die prächtige Kulisse der Stadt Uçhisar übt eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Von den Höhen der Zitadelle von Uçhisar hat man einen herrlichen und unvergleichlichen Blick auf die gesamte Region.
Ürgüp, in der Nähe von Göreme und Uchisar, ist eine berühmte Weinstadt, ebenso wie ihre Naturschönheiten und historischen Orte. Ob Ihnen der Wein in einem rustikalen Steingutkrug oder einem eleganten Kristallkelch serviert wird, es wird ein Erlebnis sein, das Sie nie vergessen werden. Obwohl einige lokale Winzer moderne Techniken der Weinherstellung übernommen haben, gibt es immer noch viele, die den alten und bewährten Methoden treu bleiben. Heute machen Sie einen Ausflug nach Devrent, das nur 25 Fahrminuten von Ihrem Hotel entfernt ist. Im Gegensatz zu anderen kappadokischen Tälern war Devrent, das so genannte „Imaginäre Tal“, nie bewohnt. Anstelle von Höhlen und Kirchen finden Sie hier unglaubliche rosa Felsformationen, die der Wind geformt hat. Viele dieser Feenkamine haben die Form von Tieren – halten Sie Ausschau nach einem Delphin, einer betenden Maria und dem Kamel, das den Eingang bewacht.
Von hier aus fahren Sie weiter in die staubige Wildnis des Nationalparks Göreme und besuchen das Freilichtmuseum Zelve. Zelve war einst ein klösterlicher Zufluchtsort und ein bis in die 1950er Jahre bewohntes Dorf. Heute ist es verlassen und die sehnigen Hänge des Tals verbergen Höhlen, Hoodoos (Felsnadeln) und Kapellen – wie die Üzümlü Kilise (Traubenkirche) und die Balıklı Kilise (Fischkirche).
In Avanos ist die Tradition der Töpferei seit der hethitischen Zeit lebendig, zahlreiche Töpfereien und Ziegeleien arbeiten hier noch heute. Aber auch landwirtschaftliche Produkte wie hauptsächlich Getreide, Zuckerrüben, Obst und Wein entstehen hier.
Nach einem Nachmittag, an dem Sie die fast mondähnliche Landschaft erkundet haben, können Sie den Sonnenuntergang in Aşıklar Vadisi, auch bekannt als „Tal der Liebe“, genießen. Der euphemistische Name dieses Tals rührt von den phallischen Felsformationen her, die aus dem staubigen Boden ragen. Diese verwitterten Säulen lassen sich am besten in den sanften Rosatönen des Sonnenuntergangs betrachten. (Frühstück / Abendessen / Übernachtung)
Tag 4: Transfer Ürgüp – Kayseri
Ihre erlebnisreiche Kappadokien-Erkundung endet nunmehr, wir bringen Sie mit unserem Fahrzeug zum Flughafen Kayseri. Oder aber weiter zur Ost-Anatolien-Reise.
Baustein 3 – Vor Baustein 1 oder im Anschluss, oder als Städtereise, oder in Kombination mit Kappadokien
Istanbul*
Tag 1: Ankunft in Istanbul
Ankunft in Istanbul und Fahrt zum Hotel mit check-in. (3 Nächte im Legacy Ottoman 5* Hotel) https://www.legacyottomanhotel.com/
Begeben wir uns zum Hafen und schiffen uns zur Bosporus-Kreuzfahrt ein. Die Meerenge trennt zwei Kontinente und verbindet das Schwarze Meer mit dem Marmarameer. Vom Boot aus können wir u.a. den Dolmabahçe-Palast, die Moschee, das Künstlerviertel Ortakoy, die rumelischen und anatolischen Festungen, den Beylerbeyi-Palast und die typischen „yali“-Holzhäuser usw. bewundern. Rückkehr zum Hotel und Abendessen / Übernachtung
Tag 2: Istanbul
Nach dem Frühstück besichtigen wir die Hagia Sophia, eine von 532 bis 537 erbaute ehemalige byzantinische Kirche, ab 1453 bis 1935 und seit 2020 als Moschee genutzt, von 1935 bis 2020 diente sie als Museum. Sie ist die letzte der spätantiken Großkirchen und gilt in ihrer architektonischen Einzigartigkeit als eine Kirche ohne Vorbilder und ohne Nachahmung. Die Sultan-Ahmed-Moschee, wegen der Fliesen auch Blaue Moschee genannt, ist ein Hauptwerk der osmanischen Architektur. Die İznik-Fayencen zeigen traditionelle Pflanzenmotive, bei denen Grün- und Blautöne dominieren. Die Moschee hat sechs Minarette; nur die Prophetenmoschee in Medina mit zehn und die Hauptmoschee in Mekka mit neun Minaretten haben mehr Minarette als die Sultan-Ahmed-Moschee. Der Topkapı-Palast war Jahrhunderte lang der Wohn- und Regierungssitz der Sultane sowie das Verwaltungszentrum des Osmanischen Reiches. Seit 1923 ist er ein Museum mit Sammlungen von Porzellan, Handschriften (wie etwa ein von 1608 bis 1767 benutztes Rezeptbuch der Hofapotheke), Porträts, Gewändern, Juwelen und Waffen aus dem osmanischen Reich, ferner islamischen Reliquien, wie Waffen Mohammeds und der ersten Kalifen, eines der ältesten Koranexemplare, die Karte des Piri Reis oder auch Barthaare des Propheten Mohammed.
Am Nachmittag überqueren wir die interkontinentale Hängebrücke und erreichen die asiatische Seite; wir gelangen zu den „Camlica“-Hügeln und besuchen den Beylerbeyi-Palast. Das Abendessen findet in einem Restaurant im Kum Kapi Viertel statt, das sich auf die Zubereitung von Fisch und Meeresfrüchten spezialisiert hat. Im Anschluss besuchen wir den ägyptischen Basar Frühstück / Abendessen / Übernachtung
Tag 3: Istanbul
Der heutige Tag steht zu Ihrer freien Verfügung. Begeben Sie sich doch zum Kapalı Çarşı, zu deutsch „Großer Basar„, einem Geschäftsviertel im alten Istanbuler Stadtteil Eminönü im Stadtviertel Beyazıt. Er erstreckt sich über 31.000 m² und beherbergt rund 4.000 Geschäfte mit den verschiedensten Angeboten. Angelegt wurde er im 15. Jahrhundert unter Sultan Mehmet Fatih nach der Eroberung Konstantinopels. Frühstück / Abendessen / Übernachtung
Tag 4: Istanbul – Flug oder Weiterreise
Heute geht es mit dem Bus oder per Flug weiter. Entweder nach Kappadokien oder zu den von Ihnen ausgesuchten Teilen Ost-Anatoliens oder zum Flughafen von Istanbul zu Ihrer Heimreise.
Das oben beschriebene Programm kann von Ihnen als eigene Reise – auch in Erweiterung oder Kombination mit unseren Bausteinen 1 + 2 oder 1 + 3 oder 1 + 2 + 3 durchgeführt werden.