09 Tage / 08 Übernachtungen

Saudi-Arabien - Erlebnisreise ins unbekannte Königreich

Saudi-Arabien ist ein muslimisches Land und mit den religiösen Zentren Medina und Mekka befinden sich gleich der zwei wichtigsten Orte des Islam im Königreich. Religion spielt eine große Rolle, aber auch Tradition und Sitte. Dazu kommt eine faszinierende Landschaft mit bizarren Felsformationen, zwischen denen sich Relikte uralter Kulturen verbergen. Erst seit 2019 dürfen Touristen das Land bereisen.

Die unten genannte Reise führt Sie zu den in der Kürze dieser Route möglichen Highlights des arabischen Königreichs und zu einem unvergesslichen Erlebnis in eine völlig fremdartige und doch gastfreundliche Welt.

Entdecken Sie mit VisaTour die für Sie zusammengestellte Reise:

9 Tage / 8 Übernachtungen

Riad Stadtbesichtigung * Tabuk (Wadi Disah)

* al-‘Ulā (Altstadt, Mada’in Saleh, Dadan, Elefantenfelsen, Maraya Konzert Halle)

* Khaibar * Medina * Jeddah

Ankunft am Flughafen in Riad. Erledigung der Einreiseformalitäten. Mit dem örtlichen Reisebus und Ihrem Reiseleiter Fahrt in die Stadt. Check-in im gebuchten Hotel.

Riad ist die Hauptstadt des Königreichs mit heute über 6,5 Mio. Einwohnern. Tradition wird hier groß geschrieben, Männer im weißen Kaftan, der hier Thobe heißt, mit traditioneller Kopfbedeckung, der Kufia, und Frauen in schwarzer Abaja, meist mit Kopftuch (Hijab) oder gar, die Augen verdeckend, mit Niqab, bestimmen das Stadtbild. Doch es geht sichtbar auch um dicke SUVs, glitzerne Megamalls, Big Business, immer mehr Wolkenkratzer entstehen. Ein Spagat zwischen Tradition und Moderne? Erfindet sich Saudi-Arabien gerade neu?

Riad, 1735 als ummauerter Garten der Familie al-Saud entstanden, wurde 1824 zum Herrschersitz des zweiten saudischen Staates, der wenige Jahrzehnte später zerfiel. 1902 vom Clan der Saudis zurückerobert, die von hier aus mit Bündnissen und Militär das heutige Saudi-Arabien zusammenfügten, wurde Riad ab Mitte des vorigen Jahrhunderts planmäßig als schachbrettartige Metropole geplant und gebaut. Lebten hier 1862 ganze 7500 Einwohner, waren es um 1910 ca. 28.000, 1960 150.000 und 1980 schon über 1,2 Millionen Bewohner. Doch das alte Riad mit kleinen Häusern und engen Straßen ist noch zu finden.

Nach dem Frühstück fahren Sie in den nordwestlichen Vorort ad-Dir’aiya, 1446 gegründet, „Keimzelle“ des Wahhabismus und Heimat der Familie Al Saud. Die alte, von den Osmanen unter Ibrahim Pascha zerstörte und jetzt unbewohnte Siedlung aus niedrigen Lehmgebäuden liegt direkt am Wadi Hanifa; at-Turaif ist seit 2010 UNESCO-Weltkulturerbe, der einstige Palast von Sa’ud und der Qasr Nasr wurden restauriert, der alte Darisha-Turm ist noch mit am besten erhalten. Auf der Fahrt sehen Sie den neuen King Abdullah Finance District, eines der größten und bedeutendsten Projekte in Saudi-Arabien. Auf einer Fläche von 1,6 Mio. qm (160 ha) wurden 59 Wohn-, Finanz- und Handelstürme errichtet, einschließlich Wohn- und Lebensstrukturen wie Schulen, Erholungsbereiche und Krankenhäuser für 12.000 Menschen. Ziel ist, ar-Riyadh als zentrale Finanzmetropole des Nahen Ostens zu etablieren.

Riad verfügt über eine Vielzahl sehenswerter moderner Gebäude, so bspw. das Kingdom Center. Der erste Wolkenkratzer Saudi-Arabiens, der im Jahr 2002 fertig gestellt wurde, beherbergt mit seinen 99 Stockwerken in seinem 302 m hohen Turm zahlreiche Kaufhäuser, Büros und ein 5-Sterne-Hotel. Von der Skybridge aus kann man einen grandiosen Eindruck über die ganze Stadt bekommt. Weitere drei Hochhäuser, PIF Tower, Burj Rafal und KAFD World Trade Center, sind mit über 300 m mittlerweile höher als der Kingdom Tower. Nachmittags erkunden Sie in der Altstadt ad-Dira das neben dem alten Zar Suq gelegene Masmak Fort, das einst Bestandteil der Stadtbefestigung war und heute ein Museum für Stadtgeschichte ist.

Weiterfahrt zum Riad-Airport und Flug (mit SV…) nach Tabuk. Sie übernachten im Hotel.

Tabuk ist eine Militärstadt im Nordwesten Saudi-Arabiens mit einem alten Fort und einer kleinen Station der Hedschas-Bahn (Besichtigung). Anschließend fahren Sie Richtung al-ʿUlā, unterwegs halten Sie in Al-Disah und können die frische Luft schmecken und ihre Reinheit ohne industrielle und städtische Verschmutzung genießen. Al-Disah ist ein erstaunlich ruhiges, malerisches, 25 km langes Tal aus sandigen Flussbetten mit kühlen, schattigen Palmen, umgeben von hoch aufragenden Steilhängen aus rotem Sandstein, atemberaubenden Canyon-Gipfeln und gesäumt von sprudelnden Süßwasserbächen und einer Oase. Die dramatischen Klippen beherbergen alte Höhlen, versteckte Gräber und beeindruckende Jahrhunderte alte Schriften und Kunstwerke von Menschen und Tierfiguren. Genießen Sie das Picknick mit einem ruhigen Blick in die Sie umgebende Landschaft. Dann erreichen Sie al-’Ula für 3 Übernachtungen.

20 km nördlich der modernen Stadt al-’Ulā befinden sich die Ruinen der einstigen Hauptstadt des Königreichs Dedan, das im 11. Jh. erblühte. Die Sandsteinlandschaft rund um al-’Ula ist spektakulär. Die Oase und Ruinenstadt al-’Ulā wird als die archäologische Schatzkammer Saudi-Arabiens bezeichnet. al-’Ula war einst Knotenpunkt verschiedener antiker Handelswege. Bei Ihrem Ausflug in die atemberaubende Wüstenlandschaft gelangen Sie zu einem der Höhepunkte unserer Saudi-Arabien-Erkundung: Mada’in Saleh (UNESCO-Weltkulturerbe), das große Gebiet der nabatäischen Ruinen. Sie sind die beeindruckendsten vorislamischen Kulturdenkmäler Saudi-Arabiens und das Pendant zu den Felsengräbern im jordanischen Petra. Das antike Al Hijr / Hegra war die südliche Kapitale des Nabatäischen Königreichs, das heute in Jordanien liegende Petra war die nördliche Hauptstadt. In Mada’in Saleh gibt es über 130 Felsgräber mit dekorativen Fronten und Eingängen. Der größte zusammenhängende Komplex mit 23 Gräbern ist Quasr al Bint. Al-’Ulā ist ein bemerkenswertes Reiseziel wegen seiner vielschichtigen Hinterlassenschaften menschlicher Geschichte und einer Fülle von Naturwundern. Die Altstadt zeichnet sich durch ihre Lehmziegel-Häuser aus. Diese rd. 900 Häuser sind miteinander verbunden gebaut, um Schutz zu bieten und sie weisen darauf hin, dass die Verteidigung für die früheren Bewohner der Stadt Priorität hatte. Ein renovierter Suq lädt zum Einkaufen ein. Weiterfahrt mit Halt und Besichtigung der zwei wunderschönen Gebiete, Madachil und Gharamil. Das weite Madachil-Tal zeigt eine Märchenlandschaft, in der man die wahre Poesie der Wüste erleben kann. Ein besonderes Fotomotiv ist ein durch die Natur geformter Bogen, der durch Wind-Erosion entstanden ist. Ein weiterer Höhepunkt ist das Wüstengebiet Gharamil, eine unendlich weite Landschaft; die unzähligen, einmaligen Formationen verführen phantasievoll in eine Mondlandschaft der besonderen Art. Die pyramidenförmigen Gesteinsfiguren sind aus Basalt und mit ein wenig Fantasie wird in jedem einzelnen Stein eine besondere Figur wach. Genießen Sie einen wundervollen Sonnenuntergang in der Wüste.

Ihr heutiger Halbtagesausflug bringt Sie nach Dadan, der ehem. Hauptstadt der Königreiche von Dadan (9.-8. Jh. v.u.Z.) und Lihyan (5.-2. Jh. v.u.Z.). Aufgrund der Nähe zu den Weihrauch-Handelsrouten war Dadan noch vor der Ankunft der Nabatäer im 1. Jahrtausend v.u.Z. eine der am weitesten entwickelten Städte in Nordarabien. Bis zum Jahr 2020 wurden nur 4% dieses von frühen Zivilisationen bewohnten Gebiets ausgegraben. Nach der Erkundung der Ruinen der alten Stadt begeben Sie sich in die Nähe der Gräber, das Imposanteste wird von „Löwen“ bewacht. Anschließend fahren Sie nach Jabal Ikmah, eine atemberaubende Wüstenschlucht. An den Wänden finden Sie eine Jahrtausende alte „Freiluftbibliothek“ mit zahllosen Petroglyphen und beeindruckender Felskunst.

VisaTour lädt Sie zu einem exklusiven Mittagessen ein in ein inmitten der Wüste gelegenes, luxuriöses Restaurant mit Sonnenterrasse, in die Heritage-Hotelanlage Habitas al-’Ulā Resort – https://www.ourhabitas.com/alula/dining/ , ein unvergessliches Erlebnis mit traumhaftem Blick in die Weite der bizarren Felslandschaften.

Sie sehen von außen das größte verspiegelte Gebäude der Welt, die Maraya Konzert Halle. Maraya, arabisch für Spiegel, bildet eine Erweiterung der Umgebung, wobei alle Seiten vollständig von reflektierenden Paneelen bedeckt sind, die die abstrakte Ansichten des goldenen Sandes und der majestätischen Berge, die sie umgeben, brechen.

Anschließend Fahrt zum monumentalen Elephant Rock, der sich rosafarben steil vor den Dünen erhebt. Bei einer Pause können Sie erleben, wie die Sonne kupferrot versinkt. Ein wahrhaft berauschender Anblick. Bei Ihrer Ankunft zurück im Camp erwartet Sie (wenn das Wetter es zulässt) ein köstliches BBQ über offenem Feuer – eine wohltuende Atmosphäre.

Heute geht die Fahrt nach Medina, mit einem Stopp in Khaibar, einem Oasengebiet auf einem hoch gelegenen Lavaplateau. Das Dorf Khaybar war zur Zeit des Propheten eine jüdische Siedlung. Mitte des 7. Jh. wurden die jüdischen Dorfbewohnern unter Umar ibn al-Chattab vertrieben, die zumeist nach Jericho in Palästina auswanderten. Man kann noch immer die alte Festung sehen, in der sich die damaligen Bewohner acht Monate lang von Datteln und Milch ernährten. Lehmhäuser aus der Vergangenheit und viele bezaubernde, enge, verwinkelte Gassen machen den Ort zu einem Erlebnis. Wie ein perfekter Archäologentraum erscheint das völlig verlassene Khaybar. Es gibt viele heutige Geschichten, die die Fantasie anregen, Geschichten über Pest, Hexen und Schätze in Khaybar, weshalb alle Dächer entfernt seien, da die Menschen glauben würden, dass die Dörfler ihre Schätze unter ihren Dächern versteckt hätten (Blick auf Ortschaft und Festung von außen).

Weiter geht es nach Medina. Medina al Munawarra bedeutet auf Arabisch „Stadt der Lichter“. Nachmittags Fahrt zur modernen Koran-Druckerei. Bei einem kurzen Betriebsbesuch erfahren Sie Wissenswertes über die genaue Prüfung und Produktion des heiligen Buches. Der King Fahd Glorious Quran Printing Complex druckt jedes Jahr exklusiv mehr als 10 Millionen Exemplare des Heiligen Korans in unzähligen Sprachen. Medina ist der Ort, wohin Mohammed reiste, nachdem er aus Mekka ausgewandert ist. Sie ist eine der beiden heiligen Städte des Islam. Mekka kann nicht besucht werden, seit kurzem aber Medina, lediglich die Moschee ist Nichtmuslimen verschlossen, von außen aber zu sehen bei der Stadtrundfahrt und Spaziergang zum Haram ist die Moschee des Propheten Mohammed. Fahrt zum Hotel.

Ihre Stadtrundfahrt führt an den wichtigsten Moscheen vorbei, auch sehen Sie die Orte und den Berg Uhud, wo die muslimischen Truppen des Propheten gegen die feindlichen Streitkräfte aus Mekka kämpften. Halt am Berg und nach einem kurzen Treppenaufstieg haben Sie einen schönen Blick auf die heilige Stadt und ihre Umgebung.

Nach den Besichtigungen Fahrt mit dem Zug nach Jeddah. Die Hafenstadt Jeddah ist eine pulsierende und quirlige Metropole. Jeddah gilt als eines der Highlights in Saudi-Arabien. Bis 1947 noch von einer Stadtmauer umgeben zählte Jeddah gerade einmal 30.000 Einwohner. Heute ist es die zweitgrößte Stadt des Landes mit einem der größten und modernsten Häfen weltweit. Heute beginnt Ihre Stadtrundfahrt in Jeddah mit einer Besichtigung: Im Museum Abdul Rauf Khalil / Al Taybat gibt es eine interessante Sammlung u.a. von Gemälden, Wandteppichen, Einrichtungsgegenständen und Wohnszenen. Die Architektur des Museums ist ebenso beeindruckend.

Der mit 312 m höchste Springbrunnen der Welt, die König-Fahd-Fontäne, befindet sich an der Corniche. Mit Einsetzen der Dunkelheit wird dieser Brunnen von 500 Flutlichtern angestrahlt. Ein Besuch der Park Mall Cenomi führt Sie in Jeddahs Moderne. Sehen Sie nicht nur eine extravagante, abwechslungsreiche Architektur, erleben Sie auch, was und wie die modernen Saudis einkaufen. Hier in dieser Mall findet sich neben zahlreichen Geschäften auch ein Kino (bis vor wenigen Jahren noch verboten), islamische Kunst, Fitness Center, Kinderspielvergnügen und Cafés und Restaurants. Und in der Nähe genießen Sie Ihr heutiges, arabisches Dinner.

Fahrt ins Hotel für 2 Nächte.

Die beliebte Promenade für Einheimische und Gäste der Stadt ist die wunderschöne Corniche am Roten Meer. Vollständig Fußgängern vorbehalten ist sie mehr als 35 km lang. Ihre Stadtbesichtigung führt Sie zur „schwimmenden Moschee“ Fatima al Zahra am nördlichen Teil der Corniche. Auf Säulen gebaut scheint sie bei Flut auf den Wellen zu schweben. 1985 errichtet verbindet der türkisfarbene Kuppelbau traditionelle mit moderner Architektur, flankiert von einem weißen Minarett. Gläubigen bietet sie die Möglichkeit, im offenen Innenhof einen spektakulären Blick auf die Küste zu werfen und die Meeresbrise mit dem Rauschen der Wellen zu genießen.

Auf dem Corniche gibt es eine Vielzahl von Skulpturen bekannter internationaler Künstler wie Vasarely, Moore oder Miró, deren Studium zu einem unglaublich spannenden Ereignis werden kann http://www.sculpturesofjeddah.com/open-air-museum .

Erleben Sie die geschäftige Atmosphäre am Fischmarkt von Jeddah, wo die Fänge versteigert werden und Händler direkt vor Ihren Augen die frisch gefangenen Meeresfrüchte und Fische zubereiten. Zur Stadterkundung gehört ein Spaziergang durch die Altstadt Al Balad. Bekannt ist sie für die Bauweise der Häuser, in denen im späten 19. Jh. die Familien reicher Händler lebten. Durch die Pilgerströme der Haddj war die Einwohnerstadt multikulturell. Hier hatten sich Muslime aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten niedergelassen. Typisch für die Architektur der Altstadt sind turmartige Wohnhäuser aus Korallenschutt und Lehmmörtel mit großen Roshan-Balkonen aus Holz. Weil der Platz knapp war, wurden die Häuser in der Altstadt bis zu 7 Stockwerke hoch gebaut und überragen auch heute noch die umliegenden Moscheen und Suqs. Die Roshan-Turmhäuser gehen auf die Eröffnung des Suezkanals 1869 zurück. Die Stadt Jeddah und ihre Kaufleute profitierten direkt vom neuen Seehandelsweg und konnten schnell satte Gewinne vermelden. Das Nassif-Haus steht inmitten der Altstadt, gilt als das schönste Haus am Platz und eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten (Außenansicht). Es gibt kaum ein schöneres Erlebnis in Jeddah, als durch die engen Altstadt-Gassen zu schlendern mit dem Suq Al Alawi. Die Marktstände reihen sich wie eine Perlenkette aneinander – genau auf dem Weg, den die Pilger nach Mekka gehen.

Unser Fahrzeug bringt Sie heute zum Flughafen. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Heimreise!

Ende einer wunderschönen Reise in die Welt von 1001-Nacht.

Bei Fragen zu diesem Programm schreiben Sie bitte an

Hinweise:

  • Programmänderungen bleiben vorbehalten.
  • Es gelten die Reisebedingungen und AGB von Visa Tour.
  • Diese Reise ist nicht barrierefrei, Menschen mit Behinderung nicht geeignet – bitte fragen Sie uns.

 

Zur Beachtung:

  1. Weder auf den Flügen, noch im Land selbst darf Alkohol konsumiert werden! Die Verantwortung für die Nichtbeachtung dieser Vorschrift lehnen wir von vornherein ab.
  2. Im Iran gelten spezielle Kleidungsvorschriften für Frauen: Kopftuch, keine den Körper betonende Bekleidung, also lange Hose und ein weites Oberteil, das den Po und etwa die Hälfte der Oberschenkel bedeckt. Zudem sollten Frauen keine grellen Farben wählen und das Décolleté bedecken.
  3. Ihr Reisepass darf keinen israelischen Stempel enthalten.