Nach dem Frühstück geht es in die über 1000jährige Medina (Altstadt/UNESCO Welterbe) von Marrakesch, der „roten Stadt“, wie sie auch genannt wird. Die um 1062 von den Herrschern der Almoraviden Dynastie gegründete Stadt, vollständig von der Stadtmauer umgeben, ist etwa 1500 Fußballfelder groß. Wir besichtigen zunächst imposante Teile des Menara-Gartens (UNESCO Welterbe), einer 100 Hektar großen, etwa 3 km außerhalb der alten Stadtmauer gelegenen, um ein zentrales Wasserbecken ab 1156 angelegten Olivenplantage mit Pavillon. In der Altstadt sehen Sie das Wahrzeichen der Stadt, das Minarett der Koutoubia-Moschee. „Moschee der Buchhändler“ wurde sie vom Volksmund nach einem ehemaligen in der Nähe befindlichen Suq der Buchhändler benannt. Die Moschee gliedert sich, freistehend von Palmengärten und freien Flächen, südlich der Medina an und wurde größtenteils aus Stampflehm errichtet, lediglich die Qibla-Wand und das monolithisch wirkende 77 m hohe Minarett sind aus Sandsteinblöcken erbaut. Direkt daneben finden Sie den berühmten Platz der Gaukler, den Djemaa el Fna, der sich insbesondere ab dem späten Nachmittag zusätzlich zu den Verkaufsständen mit kulinarischen Spezialitäten nun mit Wahrsagerinnen, Künstlern, Schlangenbeschwörern und Gauklern füllt. Durch die Labyrinthe der Altstadt gelangen Sie nun zum Bahia-Palast (der „Leuchtende“), ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe, unweit der Mellah am Rande der südlichen Medina gelegen. Auf über 8000 m² erstreckt sich dieser ehemalige Wesirpalast mit seinen 160 Räumen, der die maurische und andalusische Baukunst in sich vereint: Kunstvolle Mosaike, liebevoll geschnitzte Zedernholzdecken, eindrucksvolle Stuckarbeiten, mit großzügigen Patios, die die Luft angenehm kühl erscheinen lassen, mit dem Duft nach Orangen und Blumen. Die Mellah, einstige Heimstadt jüdischer Menschen, zeichnet sich noch heute durch die ältere Bauweise und eine ruhige Ursprünglichkeit aus, mit empfehlenswertem Gewürzmarkt, Synagoge und jüdischem Friedhof. In der Altstadt befindet sich auch das Gerber- und Färberviertel mit seiner uralten Handwerkstradition, in Innenhöfen mit dutzenden Färbebecken. Wir gelangen zum schönen Stadttor Bab Agnaou, in der Nähe besuchen wir einen Apotheker, der uns die Welt der Gewürze, der alten Kräutermedizin und die Marokkanische Küche näher bringt. Sie haben die Gelegenheit, durch die Suqs zu bummeln. (F/-/A/Ü)